Unterordnung? Was ist das?

ganz einfach: Den Hund positiv zum gewünschten Verhalten bringen

Eine erfolgreiche Erziehung baut auf der Anwendung einiger Regeln auf. Hunde lernen am schnellsten und sichersten durch positive Verstärkung, also Belohnung durch Leckerbissen, Loben, Spielen oder Streicheln sofort nach Ausführen einer vom Besitzer gewünschten Handlung. Sehr wichtig ist, dass Belohnung (und auch "Strafe") unmittelbar nach der "Tat" geschehen, schon zwei Sekunden Verzögerung sind für den Hund zu lang, um Tat und Wirkung zuordnen zu können und einen Zusammenhang mit seiner Handlung zu erkennen. Gelobt wird mit hoher, freundlicher Stimme, Spielen oder Leckerli. Auch Bestrafung erfolgt mit der Stimme – in einem Tonfall, an dem der Hund unseren Unmut erkennt, aber NICHT durch Anschreien des Tieres. Eine geeignete "Strafe", besser Zurechtweisung, ist ein energisches scharfes Ansprechen und beispielsweise die Worte "Pfui", "Aus" oder "Nein".

Wut und Zorn haben in der Hundeerziehung keinen Platz, man erreicht damit nicht den gewünschten Erziehungserfolg. Eine erfolgreiche Hundeerziehung schließt generell eine Bestrafung durch Schläge oder Tritte aus, körperliche Gewalt versetzt den Hund nur in Angst und verringert seinen Gehorsam.

Weder Hund noch Halter ist damit gedient, wenn gesellschaftlich nicht akzeptables Verhalten wie Ziehen an der Leine, Anspringen Fremder, Nichtfolgen beim Heranrufen und weiteres geduldet werden. Der Hund braucht einen Hundeführer, der ihm in für ihn verständlicher Form sagt und bedeutet, was er zu tun und zu lassen hat, gerecht, gewaltfrei und – vor allem – konsequent. Der MV Essen Borbeck bietet Ihnen entsprechende Trainingsprogramme für Hund und Halter an.

Der Hund versteht unsere Sprache nicht als Sprache, sondern als Tonfolge. Er lernt Tonfolgen mit einem entsprechenden Verhalten zu verknüpfen, deshalb ist es für den Hund in der Trainingsphase sehr wichtig, dass die Kommandos immer in derselben Form gegeben werden - für eine bestimmte gewünschte Handlung also immer dasselbe Kommandowort im gleichen Tonfall.

Zu einer erfolgreichen Erziehung und wesensmäßigen Stabilisierung gehört auch, dass dem Hund möglichst oft Abwechslung geboten wird, da gerade die heutigen Stadthunde oft sehr gelangweilt und unterfordert sind. Abwechslung bedeutet beispielsweise auch, den täglichen Spazierweg zu variieren, nicht ständig dieselben Strecken zu benutzen. Denn auch durch das Aufnehmen neuer Reize wird der Hund und sein Leistungsvermögen gefordert. Was nicht in vernünftigem Maße gefordert wird, verkümmert.

Es gibt verschiedene Formen, dem Hund Kommandos zu geben. Die wichtigsten beiden Gruppen dieser Kommandos sind:
  • Sichtzeichen - Signale, die der Hund sieht und auf sie reagiert
  • Hörzeichen - für den Hund hörbare Signale
Hier mal einige, aber längst nicht alle gesprochenen Hundekommandos wieder:
  • Sitz
  • Platz
  • Bleib
  • Steh
  • Fuß
  • Kehrt (oder Kehrtwende)
  • Nein
  • Aus
Der MV Essen Borbeck bietet Ihnen auch die Möglichkeit zur Begleithundprüfung an. Unter einem Begleithund versteht man nach den Richtlinien des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) einen Hund, der die unterste Stufe in einem mehrstufigen System von Ausbildungen erreicht hat. Das Ablegen der Begleithundeprüfung kann als Eingangsprüfung für die Beteiligung an Hundesportprüfungen innerhalb des VDH verstanden werden. Diese Prüfungen können nur Mitglieder ablegen, die einem Verein angehören, der dem VDH angeschlossen ist.

Schauen Sie einfach bei einer unserer Trainingsstunden vorbei - wir beantworten Ihnen gerne weitere Fragen!

Ihr Trainerteam vom MV Essen Borbeck